FRIMA-PAC AG | Buchmattstrasse 19 | CH-3400 Burgdorf
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Druckverschlussbeutel VCI Anti - Korrosion Beutel, grün, PE, 50my

Artikelnummer: 590.VCI.050-V
EAN: 590.VCI.050-V

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VCI Korrosionsschutz - Beutel mit Druckverschluss, aus PE, 50 my
- Beutel Mono-Folie CORTEC-VpCI 126
- Grünlich transparent. Schweissbar
- Multimetallschutz, Nitritfrei
- ROHS- und REACH-konform

50 my: In Kartons zu 2'000 Stück

Die Konservierung mit Cortec VpCI ist ein temporärer Korrosionsschutz, der je nach Verpackungsart bis zu ca. 2 Jahren Schutz bieten kann. Cortec-VpCI-Beschichtungen sind polare, organische oder anorganische Verbindungen mit kathodischer und anodischer Schutzwirkung. Sie dampfen (sublimieren) aus dem jeweiligen Träger (Polyethylen), sättigen den eingeschlossenen Luftraum und lagern sich an blanken Metalloberflächen als unsichtbare mono-molekulare Filme an.

Aufgrund der vielseitigen Anwendungen raten wir zu eingehenden Tests. Die Haftung für die sachgemässe Verwendung liegt einzig beim Verwender. FRIMA-PAC AG kann bezüglich kundenseitiger Anwendung keine Garantie übernehmen.


VCI Volatile Corrosion Inhibitor

Ein Volatile Corrosion Inhibiotor (VCI), auf deutsch «flüchtiger Korrosions-Verhinderer», schützt metallische Werkstoffe vor Korrosion durch eine chemische Substanz mit einer Dampfphase.
Die Dampfphase wird mittels Salzen (Amine, Nitrite) bewirkt, die in Trägerfolien Papieren oder Kartons eingebracht werden, und aus denen eine allmähliche Ausgasung entsteht. Die Ausgasung durch VCI-Materialien entwickelt eine Schutzschicht an Metalloberflächen durch Adsorbtion und schützt somit gegen Einwirkungen von Sauerstoff und Wasser.
Zu schützende Werkstücke werden von einer solchen anti-Korrosions-Verpackung mit VCI-Stoff umschlossen und bilden damit eine mit dem Inhibitor gesättigte Atmosphäre. Inhibitoren sind Hemmstoffe und Substanzen, die chemische Reaktionen zu unterbinden oder zu hemmen im Stande sind. Entgegen der Schutzschichtmethode ist die VCI-Methode ein aktiver Korrosionsschutz, weil die Inhibitoren den chemischen Vorgang der Korrosion aktiv beeinflussen.
Der auf Trägermaterialien aufgebrachte VCI-Stoff aus Folie, Karton, Papier oder Schaumstoff geht relativ kontinuierlich in die Gasphase über und bildet auf dem metallenen Packgut einen Film. Dieser eigentliche Prozess und Zustandswechsel geschieht weitgehend unabhängig von üblichen Temperaturen und Feuchtigkeiten. Im Prozess werden entweder die kathodischen oder anodischen Teilreaktionen gehemmt. Weil die Anziehung von Metalloberflächen stärker ist als jene von Wassermolekülen bildet sich zwischen Metalloberfläche und Umgebungsatmosphäre eine geschlossene Schutzschicht, wobei Wasserdampf in der Atmosphäre von der Metalloberfläche abgehalten wird und damit anti-korrosiv einwirkt. VCI-Moleküle drängen aber auch Wasser von der Metalloberfläche ab, indem sie bereits vorhandene Wasserfilme auf Metalloberflächen durchdringen. Diese Anti-Korrosion Wirkung kann je nach Umstand bis zu zwei Jahre wirken. Die Präsenz des VCI-Wirkstoffs hemmt somit die zur Korrosion führenden elektrochemischen Prozesse.
D
ie Wirkweise von VCI-Materialien ergibt sich aus der Anwendung. Grundsätzlich sollen die zu schützenden Metalloberflächen möglichst rein sein, um den Anti-Korrosions-Effekt durch VCI-Stoffe zu erhöhen. Es empfiehlt sich, bei Anwendung von speziellen VCI-Verpackungen Latex-Handschuhe zu tragen. Diese dienen vor allem dem Schutz der Metallteile, um Korrosion zu vermeiden. Denn Fingerabdrücke, Schweissrückstände und Schmutzpartikel können an Metallteilen die Korrosionsbildung fördern.
Wird zum Beispiel eine metallische Oberfläche in VCI-Folie eingewickelt, sollte der Gegenstand nicht weiter als ca. 30 cm vom VCI-Material entfernt sein. Die Rechnung geht mit etwa 40 g Wirkstoff für 1 Kubikmeter Luftraum. Ein möglichst dichter Verschluss des Packgutes aus Metall ist sinnvoll, damit die Ausgasung nicht durch starke Luftbewegungen ständig aus der Verpackung getrieben wird. Für kleine Teile bieten sich vor allem Druckverschlussbeutel aus PE Polyethylen VCI-Folie an. Ausgerüsten mit einem Multimetallschutzu und Korrosionsschutz ist dieser VCI-beschichtete grüne Druckverschlussbeutel sind in der kleinsten Ausführung im Format 50 x 70 mm in 50 my erhältlich und in den Grössen von 70 x 100 mm bis 300 x 450 mm in der stärkeren Ausführung von 100 my lieferbar. Der praktische Druckverschluss verhindert weitestgehend eine Verflüchtigung der Ausgasung.

Vorteile von VCI-Stoffen

Weil bei der Ausgasung das Gas auch in Hohlräume, Bohrungen und an schwer zugängliche Stellen eindringt und zukommt, ist das gesamte Packgut geschätzt. Zudem muss die Umhüllung nicht gänzlich luftdicht verschweisst werden, weil die Ausgasung ein permanenter Prozess ist. Mit geeigneten VCI-Mitteln verflüchtigt sich der Inhibitor nach dem Auspacken rückstandsfrei. Dies ist auch der eigentliche Vorteil gegenüber herkömmlichen Schutzschichten aus Wachsen oder Ölen, deren Entfernung zeitaufwändig und umständlich ist. Bei Ende des Transports oder bei Auslagerung kann das Packgut ohne Reinigung sofort verwendet werden und die Verpackung problemlos entsorgt werden. Die Wirkungsdauer kann bis zu zwei Jahre anhalten. VCI-Produkte verringern zudem die allgemeinen Prozesskosten in der Verpackung, weil sie die Arbeitszeit verkürzen, den Packmittelzusatz verkürzen und den Verpackungsvorgang sicherer und wirtschaftlicher gestalten. 
Die VCI-Methode wird vorwiegend bei Gegenständen aus Stahl, Edelstahl, Kohlenstoffstahl, Gusseisen, verzinktem Stahl, Nickel, Chrom, Aluminium und Kupfer angewendet. Schutzwirkung und Verträglichkeit sollten immer vorgängig über Technische Datenblätter und Anwendungstests erhoben werden. Inhibitoren im Einsatz sind Benzotriazol beziehungsweise Tolyltriazol für Kupfer, mit schwächere Wirkung auf Zink, und Dicyclohexlammoniumnitrit und Dicyclohexylammoniumcarbonat für Eisen.

Aufgrund vieler verschiedener Einflüsse von Materialien selbst, aber auch atmosphärischer Bedingungen, Verpackungsweg und Handling wird grundsätzlich keine Garantie über die Wirkungsstabilität abgegeben.

 

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